Romantic Cities Rheinland-Pfalz
  • Wormser Reformationsdenkmal Martin Luther
  • Gutenberg Museum Mainz
  • Speyer Gedächniskirche Martin Luther

Romantic Cities im Zeichen Martin Luthers

Worms

Für Worms sind die Feierlichkeiten zum 500 jährigen Jubiläum der Reformation erst die Aufwärmphase für das eigene große Jubiläum. 2021 jährt sich zum 500. Mal der sog. "Wormser Reichstag" (1521), wo Martin Luther im Schatten des Wormser Doms seine 95 Thesen vor dem Kaiser verteidigen musste. Daran erinnernd kann man in Worms das  weltweit größte Reformationsdenkmal neben dem internationalen Reformationsdenkmal in Genf bewundern. Einen Termin, den Sie sich unbedingt vormerken sollten, ist der 14.05.17. An diesem Tag wird der Lutherweg feierlich mit einem bunten Rahmenprogramm eröffnet!

Mainz

Im Mainzer Gutenberg Museum kann man erleben, wie sich Martin Luther's 95 Thesen überhaupt so schnell und weit im Land verbreiten konnten. Was heute das Internet ist, war früher die Druckerpresse. Johannes Gutenberg sorgte mit seiner Erfindung des Buchdrucks dafür, dass die Reformation auch eine Medienrevolution war. Die amerikanische Zeitschrift "Atlantic" berief vor 3 Jahren eine Jury aus 12 Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen und ließ darüber abstimmen, welches die wichtigsten Erfindungen der Menschheit seit dem Rad seien. Auf Rang 1 kam mit einer überwältigenden Mehrheit die Druckerpresse. Johannes Gutenberg ist für viele heute nicht nur der "Erfinder des Buchdrucks", sondern auch ein Medienrevolutionär. Sein Pendant in der digitalen Welt ist Sir Tim Berners-Lee, der 1991 das World Wide Web erfand. Die Druckerpresse als erstes, wirkliches Massenmedium machte die Reformation erst möglich und war der Ausgangspunkt für eine einfachere Speicherung, Sortierung, Verbeitung und Abrufen von Wissen.

Speyer

Speyer ist der Ort, an dem die Glaubensbewegung der Protestanten entstand. Das große Ereignis des Reichstages im Jahre 1526 stellte Speyer als Reformationsstadt Europas in den Mittelpunkt deutscher Geschichte. Als der Reichstag 1529 erneut tagte, traten 19 evangelische Fürsten und Städte öffentlich für ihre Überzeugung ein. Ihnen ist nicht nur zu verdanken, dass sich das Prinzip der Glaubens- und Religionsfreiheit allmählich durchsetzen konnte, ihrem Protest verdanken die Protestanten auch ihren Namen. Die neugothische Gedächtniskirche mit ihrem Lutherdenkmal und der barocken lutherischen Dreifaltigkeitskirche erinnern noch heute an dieses Ereignisse.

 

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