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Reuffel

runde Ecke

Entdeckungen...

...im Rom des Nordens

Porta Nigra

Für den gerade in Trier eingetroffenen Gast ist die Porta Nigra der vorteilhafteste Ausgangspunkt für eine Stadterkundung. Die Porta Nigra ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Die Porta Nigra selbst stammt aus einer Zeit (ca. 180 n. Chr.), als die Römer öffentliche Gebäude gerne aus großen Quadern (die größten wiegen hier sechs Tonnen) errichteten. Um 1028 ließ sich der griechische Mönch Simeon als Einsiedler in den Ostturm der Porta Nigra einmauern. Nach seinem Tod 1035 wurde er im Erdgeschoß bestattet und heiliggesprochen. Ihm zu Ehren ließ Erzbischof Poppo von Babenberg in das römische Tor zwei übereinanderliegende Kirchen einbauen, die erst 1804-1809 auf Napoleons Befehl hin abgetragen wurde.


Hauptmarkt

Der Hauptmarkt ist das mittelalterliche Zentrum der Stadt. Trier erhielt 958 das Marktrecht und der Bischof ließ den Marktplatz an seiner heutigen Stelle anlegen, wovon das Marktkreuz zeugt. Der Marktbrunnen von 1595 zeigt den Hl. Petrus, Schutzpatron sowohl des Doms als auch der Stadt, obenauf. Er ist umgeben von den vier Kardinaltugenden des guten Stadtregiments, Gerechtigkeit, Stärke, Mäßigkeit und Klugheit. Das weltliche Gebäude der Steipe wurde von der Stadt direkt in Sichtweite des Doms mit trutzigen Zinnen und Gewappneten, die auf den Dom ausgerichtet sind, errichtet, damit der Erzbischof es jeden Tag sah.


Der Dom

Der gegenwärtige Trierer Dom steht über einer ehemaligen konstantinischen Palastanlage. Nach Konstantins letztem Aufenthalt in Trier 328/29 wurde der Palast niedergelegt und 330 durch die größte christliche Kirche der Antike überbaut. Diese war etwa viermal so groß wie der heutige Dom und bedeckte die Fläche von Dom, Liebfrauen, Domfreihof und anstehenden Häusern mit Gärten und reichte damit fast bis zum Hauptmarkt.

 

 


Liebfrauenkirche

Unmittelbar neben dem Trierer Dom steht die früheste gotische Kirche in Deutschland, die im 13. Jahrhundert von französischen Kathedralbaumeistern errichtete Liebfrauenkirche. Eine Besonderheit ist der kreuzförmige Grundriß. In den Kreuzarmen befinden sich Kapellen, in deren Mitte sich ein Vierungsturm erhebt. Eine eigentliche Fassade gibt es nicht; am Westportal ist lediglich eine Art Fassade errichtet. Im Tympanon sieht man den Beginn der Heilsgeschichte, im Giebel die Vollendung durch den Kreuzestod. Das Bogenfeld und die Fenster zeigen die Vorgeschichte mit Abraham und Noe, die Voraussagungen der Propheten sowie die Verkündigung an Maria.

 

 


Palais Kesselstatt

Das Palais Kesselstatt (1740-1745) verdeutlicht die meisterliche Ausnützung der gegebenen Straßensituation unter Einhaltung der baulichen Proportionen der Palaisfront. Die ganze Pracht des Gebäudes präsentiert sich am Mittelbau mit seinem Haupportal, den reich verzierten Konsolen und dem Balkon sowie dem Rokokoschmuck.


Basilika

Die sogenannte Basilika - der Thronsaal Kaiser Konstantins - ist der größte Einzelraum, der aus der Antike überlebt hat. Die Römer wollten durch die Architektur Größe und Macht des Kaisers ausdrücken, was Ihnen hier besonders eindrucksvoll gelang: die riesige Halle ist so groß, daß ein 7-Sekunden-Nachhall auf die große Orgel antwortet! 


Kurfürstliches Palais

Das Kurfürstliche Palais unmittelbar neben der Basilika gilt als einer der schönsten Rokoko-Paläste des Landes. Den besonders schönen Südflügel, den man heute vom Palastgarten aus bewundern kann, ließ Erzbischof Johann Philipp von Walderdorff um 1756 von Johannes Seiz errichten. Die Skulpturen stammen aus der Hand des Bildhauers Ferdinand Tietz.

 

 


Palastgarten

Im Herzen der Stadt trifft man auf krönende gartenarchtektonische Kostbarkeit, den Palastgarten. Barocke Gartenkunst, umrahmt von erlesenen Zeugnissen der Kunst und Geschichte: ein bezaubernder Park, indem sich steinerne Vergangenheit und blühende Gegenwart gleichermaßen erleben lassen.


Kaiserthermen

Zu den Hauptattraktionen Triers zählen ohne Zweifel die Kaiserthermen, die jüngste der drei römischen Badeanlagen Triers. Zu Anfang des 4. Jahrhunderts begonnen, gehörten sie zu den größten Badeanlagen des römischen Reiches. Noch heute kann man in den Thermen ober- und unterirdisch hautnah Geschichte fühlen und erleben. 

 

 

 


Amphitheater

Etwa 500 m von den Kaiserthermen entfernt erstreckt sich das Amphitheater, das schon 100 n. Chr. erbaut wurde und ein Fassungsvermögen von 20.000 Zuschauern hatte. Ein Beweis dafür, daß Trier eine reiche Stadt mit ansehnlichen Ausmaßen war, denn nur für eine solche Stadt wurde eine derart prestigeträchtige Anlage erbaut. Die Bauart der Trierer Arena weicht allerdings ab von der anderer Anlagen. Durch die besonders günstige Lage am Fuße des Petrisberges konnten die römischen Baumeister auf einer Seite des Theaters darauf verzichten, dort Erde aufzuschütten. Sie nutzten die natürliche Hanglage für die Zuschauertribünen.


Barbarathermen

Zur Entstehungszeit hatten die Barbara-Thermen vermutlich eine Größe von 172 x 240 m. Damit waren sie neben den Trajansthermen in Rom die zweitgrößten dieser Art. Heute ist leider von der prachtvollen Größe nicht mehr viel zu erkennen, da die Thermen, wie zahlreiche andere Bauten auch, jahrhundertelang als Steinbruch dienten.


Römerbrücke

Die Trierer Römerbrücke über die Mosel stellt den ältesten römischen Brückenbau nördlich der Alpen dar. Auch heute noch ist sie von ihren Ausmaßen und ihrer Stabilität her dem modernen Verkehr problemlos gewachsen. Von den sieben Pfeilern gehen noch heute fünf auf die Römerzeit zurück. Diese haben einen Gußmauerkern, der mit 35 - 95 cm hohen und bis zu 3 m langen Basaltlava-Quadern verblendet ist. Die wiederum sind mit Eisenklammern im Bleiverguß verbunden. Stromaufwärts sind sie spitz, hier dienen sie als Eisbrecher. Vorerst trugen Konsolsteine die hölzerne Fahrbahn. Unter Kurfürst Balduin von Luxemburg entstanden dann schließlich steinerne Bögen.


Zurlauben

Der urige Charakter des Zurlaubener Ufers ist bis heute erhalten geblieben. In den alten Fischerhäusern haben sich im Laufe der Jahre eine Reihe Restaurants und Gaststätten niedergelassen. Die ufernahen Grundstücke wurden zu Biergärten umfunktioniert; so verspricht Zurlauben jedem Besucher einen unvergeßlichen Abend.

 

 

 


Rheinisches Landesmuseum

Das größte und unbestritten auch bekannteste Trierer Museum ist das Rheinische Landesmuseum. Kein anderes Museum in Deutschland unterrichtet so umfassend über Zivilisation, Wirtschaft, Siedlung, Religion und Kunst der ersten vier Jahrhunderte nach Christus.