Leichhof
Vom Leichhof, einst Domfriedhof, bietet sich der beste Blick auf die westliche Turmgruppe des Doms. Auf dem Leichhof erbaute Ignaz Michael Neumann 1778/79 die Domhäuser. Er versah sie mit feuersicheren Steindächern. Siebenmal hatte der Dom im Lauf der Jahrhunderte gebrannt, und die Angst vor Feuer war groß. Die schmale Leichhofstraße verbindet den Leichhof mit der malerischen Augustinerstraße.
Marktplatz
Im Schatten des altehrwürdigen Doms liegt der historische Marktplatz mit seinen prächtigen Bürgerhäusern und dem 1526 errichteten Marktbrunnen, dem ältesten Renaissance-Brunnen Deutschlands.
Die Mitte des Marktes markiert die 6,40 Meter hohe Heunensäule. Sie soll um das Jahr tausend bereits für den Mainzer Dom bestimmt gewesen, aber liegengeblieben sein. Auf diesem weitläufigen Platz findet dreimal wöchentlich der weithin bekannte und beliebte Mainzer Wochenmarkt statt.
Sektkellerei Kupferberg
Im Hause Kupferberg verbinden sich Sekt und Kunst auf anschauliche Weise. Die Besichtigung einzigartiger Sammlungen stimmt Sie auf den nachfolgenden Gang durch die unterirdischen Gewölbekeller, die sieben Stockwerke in die Tiefe reichen, ein.
Die Kellerei in Mainz umfasst das historische Stammhaus in der Mainzer Innenstadt, in dem Besucher einen interessanten Streifzug durch die Geschichte des Sektes erleben können. Das Kupferberg-Museum, mitten in der Stadt in einem wunderschönen klassizistischen Gebäude beheimatet, unterstreicht mit einer weltweit einmaligen Sammlung von Sekt- und Champagnergläsern seine Bedeutung für die Pflege der Sektkultur.
Stephanskirche
St. Stephan ist eine Attraktion. Touristen aus der ganzen Welt pilgern hinauf auf den Stephansberg, zu den blau leuchtenden Glasfenstern des Künstlers Marc Chagall.
St. Stephan ist die einzige deutsche Kirche, für die der jüdische Künstler Marc Chagall (1887-1985), Fenster schuf. Durch die Buntverglasung fällt blaues Licht in den Kirchenraum und in diesem Licht bewegen sich schwerelos nicht nur die Engel, auch die anderen biblischen Gestalten. "Diese Farben sprechen unser Lebensgefühl unmittelbar an, denn sie erzählen von Optimismus, Hoffnung, Freude am Leben".
Die Altstadt
Die historische Mainzer Altstadt erstreckt sich im Schatten des Mainzer Doms bis zum Südbahnhof. In den verwinkelten Gassen, die kuriose Namen wie Nasengässchen, Heringsbrunnengasse oder Leichhof tragen, pulsiert das Leben. In der Altstadt ist immer etwas los. Am Tag herrscht rege Betriebsamkeit auf den Straße und in den kleinen Läden und Boutiquen. Zu späterer Stunde halten sich die Mainzer und ihre Gäste in den gemütlichen und urigen Weinstuben und Kneipen auf. In einer der Weinkneipen wie Klingelbeutel, Beichtstuhl oder Goldstein lässt sich bei einem guten Schoppen Rheinhessenwein die Hektik des Alltags vergessen. Die kunstvoll restaurierten Häuserfassaden und die prächtigen Barockkirchen zeugen von der reichen Mainzer Stadtgeschichte.
Augustinerstraße und Augustinerkirche
Die malerische Augustinerstraße ist die Flaniermeile der Mainzer Altstadt. Bis ins 17. Jahrhundert hinein war sie die Hauptgeschäftsstraße der Stadt. Heute finden sich hier in typisch Mainzer Atmosphäre kleine Geschäfte und Boutiquen, Cafés, Pubs, Restaurants und Weinhäuser. Inmitten der regen Betriebsamkeit und eingegliedert in die Häuserfront ragt die prachtvolle Barockfassade der Augustinerkirche empor. Von 1768 bis 1776 für das angrenzende ehemalige Kloster der Augustinereremiten erbaut, ist sie heute Seminarkirche. Von beeindruckender Schönheit ist auch ihr Inneres. Die Deckenausmalung gibt Einblicke in das Leben des Heiligen Augustinus sowie in die Geschichte des Bettelordens, der seit dem 13. Jahrhundert in der Augustinerstraße ansässig ist.
Kirschgarten
Der Kirschgarten mit seinen romantischen Fachwerkhäusern und dem Marienbrunnen zählt zu den schönsten Plätzen in Mainz. Woher er seinen Namen hat, verrät nur noch ein Kirschbaumstumpf, den man am Backhaus "Zum Beymberg" entdecken kann. Zum unverwechselbaren Charme dieses Fleckchens in der Altstadt trägt neben dem architektonischen Ensemble der Gebäude und den schmucken Läden in historischem Ambiente ringsherum auch der Brunnen bei, der, im Stile eines barocken Laufbrunnens, 1932 aufgestellt wurde.
Der Dom
Der gewaltige Dom gibt auch tausend Jahre nach seiner Erbauung der Stadt ihr Gesicht, und er hat ihre Geschichte geprägt. Noch immer wird der Mainzer Dom durch eine fast vollständige Umbauung eingefasst.
Kurz nach 975 nach Christus veranlasste Bischof Willigis den Baubeginn des Domes. Das geplante Gebäude war so groß, dass damals alle Christen der Stadt in ihm Platz gefunden hätten. Dieser Erzbischof, zugleich Erzkanzler des Deutschen Reiches, begann 975 mit der Errichtung des Doms; sein Vorbild war Alt St. Peter in Rom. Sieben Königskrönungen fanden im Lauf der Jahrhunderte im Mainzer Dom statt.
Johannes Gutenberg-Museum
Das Gutenberg-Museum der Stadt Mainz ist ein weltweit bekanntes und renommiertes Spezialmuseum der Schrift und der Druckkunst. Gegründet wurde es von Mainzer Bürgern im Jahre 1900 anlässlich des 500. Geburtstages Johannes Gutenbergs. Das gleichnamige Museum ist eine Hommage an den Erfinder der Druckkunst, seine weltberühmten 42-zeiligen Bibeln gehören zu den Kostbarkeiten des Hauses.
Die Gutenbergbibel
Als Krönung von Gutenbergs Druckkunst ist die 42zeilige Bibel (B42) anzusehen.
Das zweibändige Werk mit insgesamt 1282 Seiten entstand in der Blüte seines Schaffens mit Hilfe von etwa 20 Mitarbeitern. Von den 180 Exemplaren waren vermutlich 150 auf Papier und die verbleibenden 30 auf kostbarerem Pergament gedruckt. Heute existieren noch 49 Exemplare, wovon zwei im Besitz des Gutenberg-Museums sind. Mit dieser Bibel, die bis heute zu den schönsten gedruckten Büchern der Welt gehört, hat Gutenberg bewiesen, dass die "nova forma scribendi" den Handschriften, die damals ihre Hoch-Zeit hatten, ästhetisch gleichwertig war.
Rheinschifffahrt
Das heutige Mainz entstand bereits 38 v. Chr. am Zusammenfluss von Main und Rhein. Da es eine strategisch wichtige Position war, wurde dort das Militärlager Moguntiacum gegründet. Zusammen mit Trier und Köln war es eines der größten Militär- Handels- und Kunstzentren nördlich der Alpen. Viele kaiserliche Prinzen und Kaiser nutzten Mainz um von dort aus gegen die Germanen zu kämpfen oder ihre Angriffe abzuwehren. Auch die römische Rheinflotte wurde von Mainz aus befehligt.
Mainz ist ein sehr beliebter Ausgangspunkt für Schiffstouren, ganz besonders für Fahrten zu dem berühmten UNESCO Weltkulturerbe "Oberes Mittelrheintal", das auf seiner Strecke zwischen Rüdesheim und Koblenz die größte Burgendichte Europas aufweist. Verschiedene Schifffahrtsgesellschaften bieten diese Möglichkeit sowohl im Linienverkehr als auch als individuelle Charterfahrt.
Landtag ( Deutschhaus)
Das Deutschhaus (oder auch Deutschordenskommende) in Mainz ist der heutige Sitz des Rheinland-Pfälzischen Landtags. Der Grundstein für das barocke Palais an der Rheinseite der Stadt wurde 1730 von Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg gelegt. Dieser war seit dem 30. Januar 1729 Erzbischof von Mainz. Gleichzeitig hatte er neben etlichen anderen auch das Amt des Hochmeisters des Deutschen Ordens inne. Als solcher beanspruchte er neben seiner eigentlichen Residenz als Erzbischof, dem in unmittelbarer Nähe liegenden Kurfürstlichen Schloss, noch einen weiteren Residenzbau für das Amt das Großmeisters.
Kurfürstliches Schloss
Das Kurfürstliche Schloss zu Mainz ist die ehemalige Stadtresidenz der Mainzer Erzbischöfe, die in Personalunion auch Kurfürsten des Mainzer Kurstaates waren.
Stilistisch ist das Kurfürstliche Schloss eines der letzten Bauwerke der so genannten „Deutschen Renaissance“. Der später errichtete Nordflügel ist diesem Stil angeglichen.
Fort Malakoff
Der 1843 als Teil der Rheinuferbefestigungen erbaute „ Rheinkehlturm“ wurde nach der Erstürmung des Sewastopoler Malakoff-Forts durch die Franzosen im Krimkrieg 1855 in Fort Malakoff umbenannt.
Museum für antike Schifffahrt
Seit 1994 ist der Forschungsbereich Antike Schiffahrt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz als eigenes Museum in der ehemaligen Markthalle am Rande der Altstadt beheimatet. Es präsentiert in einer deutschlandweit einmaligen Darstellung den Fund von fünf originalen Schiffswracks aus der Spätantike, die 1981/82 bei Ausschachtungsarbeiten für den Erweiterungsbau des Mainz Hilton Hotels gefunden wurden. Die Wracks lagen ca 7,5 Meter unter heutigem Straßenniveau, unmittelbar vor der Stadtmauer des römischen Mainz, offenbar in einem stillgelegten Teil des Hafens. Es handelte sich aufgrund ihrer charakteristischen Form um Militärschiffe, die nach der katastrophalen Niederlage der römischen Rheinarmee gegen einfallende Germanen 407 n. Chr. aufgegeben wurden.





