Antrag auf Anerkennung

Speyer hat seit dem 09.11.11 wieder eine Synagoge. Damit kehrt nun auch offiziell jüdisches Leben in eine Stadt zurück, die früher eine der wichtigsten jüdischen Gemeinden in Europa war. Die Nazionalsozialisten hatten die alte Synagoge in der Reichspogromnacht auf den Tag genau vor 73 Jahren zerstört. Neben 120 geladenen Ehrengästen kam zur Einweihungsfeier auch Bundespräsident Christian Wulff und der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck. Der Grundstein für die neue Synagoge mit dem Namen "Beith-Schalom" (Haus des Friedens) war vor drei Jahren gelegt worden, sie entstand in einem ausgedienten Kirchengebäude.

SCHNELLFINDER


Schum

Schum, das Wort bedeutet im hebräischen nicht nur Koblauch, es steht auch für die Städte Speyer, Worms und Mainz, wo sich im Mittelalter das Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit entwickelte. Hier wurden vom 10. bis ins 13. Jahrhundert Lehren und Gesetze festgelegt, die noch heute den Lebensrhythmus und die Rituale der Juden von London über New York bis Australien prägen.

Das Herz der deutschen Juden pulsierte am Rhein. Gemeinsam wollen die drei Schum-Städte Speyer, Worms und Mainz im Herbst 2012 einen Bewerbungsantrag stellen, um mit diesen Zeugnissen einer großen Tradition im Unesco-Welterbe einen Platz zu bekommen.

Mehr Informationen finden Sie hier!

Judenfriedhof "Heiliger Sand", Worms
Neue Synagoge, Speyer
Judenbad "Mikwe", Speyer
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