Nicht weniger als 8 (!) UNESCO-Welterbestätten sind in Trier versammelt, die meisten aus glanzvollen römischen Tagen: Porta Nigra, Barbarathermen, Kaiserthermen, Amphitheater, Konstantin-Basilika, Römerbrücke, Dom, Liebfrauenkirche sowie vor den Toren der Stadt die Igeler Säule.
Ein Rundgang durch Trier ist ein Spaziergang durch mehr als 2000 Jahre Geschichte. Beginnen Sie ihn standesgemäß an der Porta Nigra: Das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen datiert aus dem 2. Jh. und ist auch heute noch das Hauptportal zur ältesten Stadt Deutschlands.
Wenn Sie der Fußgängerzone folgen, kommen Sie von der Porta Nigra über den quirligen Hauptmarkt mit seinen hübschen Gebäuden, Marktständen, Cafés und Geschäften direkt zum Trierer Dom. Der ursprüngliche Bau aus dem Jahr 330 war die größte christliche Kirche der Antike und etwa viermal so groß wie der heutige Dom. Erhalten geblieben ist der römische Kern mit über 25 m hohen Originalmauern. Unmittelbar neben dem Dom steht die früheste gotische Kirche Deutschlands, die im 13. Jh. erbaute Liebfrauenkirche.
Vorbei am barocken Palais Kesselstadt wird es in einem großen Zeitsprung rückwärts wieder römisch: Die Konstantin-Basilika aus dem 4. Jh. gilt als eine der größten Raumschöpfungen der Antike. Der rechteckige Hallenbau ist 71 m lang und 32 Meter breit – ein Raum von überwältigender Größe und Schlichtheit, abgeschlossen von der Welt durch 2,70 m dicke Mauern. Kaiser Konstantin der Große, römischer Kaiser in Trier und Wegbereiter des Christentums, ist der Bauherr dieser monumentalen Anlage. Weiter geht es zum Kurfürstlichen Palais, das als einer der schönsten Rokoko-Paläste des Landes gilt.
Durch den Palastgarten gelangen Sie auf Ihrer Zeitreise zu den sehr gut erhaltenen Kaiserthermen und dem wenige Gehminuten entfernten Amphitheater, das einst fast 20.000 Besuchern Platz für „Brot & Spiele“ bot. Zu den Barbarathermen sind es von dort 25 Min. Fußweg in Richtung Moselufer. Von dort können Sie einen Blick auf den ältesten erhaltenen Brückenbau nördlich der Alpen werfen: die Römerbrücke mit ihren im 2. Jh. errichteten mächtigen Basaltpfeilern überspannt noch heute die Mosel. Der Uferweg lädt zu einem Spaziergang ein, z.B. vorbei an mittelalterlichen Krahnen und mit stetem Blick auf die hoch über der Stadt stehende Mariensäule. In den hübschen Restaurants auf den Sonnenterrassen des Trierer Stadtteils Zurlauben lässt sich der Tag ebenso stilvoll wie gefühlvoll bei einem feinen Glas Wein mit Blick auf die Mosel beschließen.
Wenn Sie nach den monumentalen Großbauten auch die Details zur stolzen römischen Geschichte Triers kennen lernen möchten, ist das Rheinische Landesmuseum im Palastgarten ein Muss. Kein anderes Museum in Deutschland unterrichtet so umfassend über Zivilisation, Wirtschaft, Siedlung, Religion und Kunst der ersten vier Jahrhunderte nach Christus.
Nach so vielen steinernen Zeugen der Vergangenheit haben Sie vielleicht Lust auf ein bisschen frisches Grün … ? Dann folgen Sie der Mosel-Weinstraße durch das romantische Flusstal, das sich in lieblichen Schleifen nach Koblenz windet, wo die Mosel schließlich in den Rhein mündet.





