Die Salier-Kaiser machten Speyer zum geistigen Zentrum ihres Reiches. Sie wollten mit der Stadt hoch hinaus, und genau das sollten Sie auch tun: Erklimmen Sie zu Beginn Ihres „kaiserlichen Stadtspaziergangs“ das Altpörtel. Mit 55 m ist es das höchste Stadttor Deutschlands, erbaut im frühen 13. Jh. Nach exakt 154 Stufen werden Sie mit einer phantastischen Aussicht bis nach Heidelberg und zur Deutschen Weinstraße belohnt und haben außerdem den idealen Ausgangspunkt für Ihre Sightseeing-Tour.
Wenn Sie vom Altpörtel über die Maximilianstraße, die Lebensader Speyers, in Richtung Dom und Rhein schlendern, gelangen Sie quasi automatisch zu allen Highlights. Unter den schönen Barock- und Rokoko-Gebäuden der Maximilianstraße sind besonders die Alte Münze von 1748 und das Rathaus von 1726 zu erwähnen. Von hier sehen Sie schon den weltberühmten Speyerer Kaiserdom, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Doch wir empfehlen Ihnen, Ihre Neugier noch etwas zu zügeln und zwei Abstecher zu beiden Seiten des Rathauses zu machen.
Rechts liegt in der Kleinen Pfaffengasse das Judenbad (Besichtigung von April bis Oktober). Das rituelle Reinigungsbad (hebräisch Mikwe) ist das älteste seiner Art. Sein 10 m tiefer Badeschacht wurde schon vor 1128 angelegt; die Ostwände der sich anschließenden Männer- bzw. Frauensynagoge blieben ebenfalls erhalten. Speyer war im Mittelalter neben Mainz und Worms eines der Zentren des aschkenasischen Judentums entlang des Rheins. Nach links gelangen Sie vom Rathaus in die Große Himmelsgasse und zur 1717 geweihten Dreifaltigkeitskirche – ein wunderschönes Beispiel spätbarocker Holzarchitektur von überregionaler Bedeutung. (Die Besichtigung ist mittwochs und sonntags sowie im Rahmen einer Stadtführung möglich).
Stop! Gehen Sie nicht gleich zurück, sondern noch ein kleines Stück über den Nonnenbach weiter in den Hasenpfuhl. Das liebevoll restaurierte ehemalige Wohnquartier der Fischer und Schiffer mit Feigenbäumen, Rosenhecken und Springbrunnen ist ideal für eine romantische Rast.
Jetzt ist es soweit: Auf zum Dom! Lassen Sie den vollendeten Grundriss auf sich wirken, die ausgewogene Verteilung der gewaltigen Baumassen im Osten und im Westen, die Symmetrie der Türme an den Ecken von Lang- und Querhaus. Rheinische Romanik in ihrer reinsten Form!
1030 legte Konrad II. den Grundstein zum heutigen Wahrzeichen der Stadt, das zusammen mit Worms und Mainz das Dreigestirn der „Kaiserdome am Rhein“ bildet. Der Speyerer Dom wartet mit vielen Superlativen auf: Er ist der älteste der drei Kaiserdome. Er gehört zum UNESCO-Welterbe. Er ist das größte erhaltene Bauwerk der Romanik in Europa. Mit 134 m Länge, 33 m Höhe und 14 m Spannweite im Mittelschiff erreicht er die Dimensionen gotischer Kathedralen. In seiner Krypta, die bis heute fast unverändert erhalten blieb, fanden acht deutsche Kaiser und Könige ihre letzte Ruhestätte.
Direkt beim Dom liegt eine weitere Top-Attraktion. Das Historische Museum der Pfalz präsentiert auf rund 6.000 qm Exponate und Kostbarkeiten von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Es zählt zu den meist besuchten kulturhistorischen Museen Deutschlands und beweist mit seinen hochkarätigen Sonderausstellungen, dass Museen keinesfalls langweilig sein müssen.
Zum romantischen Abschluss Ihres Speyer-Erlebnisses lockt gleich hinter Museum und Dom der Rhein: Gleiten Sie auf einem Ausflugsschiff an Dom und Altstadt vorbei in den Sonnenunter¬gang oder entdecken Sie den idyllischen Altrhein...






